Was kostet die Welt? Schülerrallye der Schuldnerberatung

Etwa 170 Neumünsteraner Schüler der 9. Klassen nahmen anlässlich der bundesweiten „Aktionswoche Schuldnerberatung" an einer Rallye teil.

 

Diese Aktion ist vom Schuldenpräventionsprojekt kidsundkohle.de des Fachdienstes Kinder und Jugend der Stadt Neumünster und der Schuldner- und Insolvenzberatung der Diakonie Altholstein durchgeführt worden.

Die Schüler beantworteten Fragen zum ersten eigenen Haushalt an zehn verschiedenen Stationen: Sie besichtigten eine leere Wohnung der WOBAU, besorgten GEZ-Formulare bei der Volksbank, holten sich Infos bei der Wohngeldstelle, erkundigten sich nach Ratenzahlungen bei Karstadt und expert. Sie ließen sich beim Versicherungskontor Manfred Kliem über wichtige Versicherungen aufklären, informierten sich über Nebenkosten bei den Stadtwerken und erfuhren bei der Schuldner- und Insolvenzberatung der Diakonie Altholstein, was passiert, wenn die Rechnungen nicht mehr bezahlt werden können. Nach einer wohlverdienten Pause ging es weiter zu versatel, um sich dort über Tarife und Zeittakte zu informieren. Kredite und Kontoführungsgebühren waren die Themen bei der Sparda Bank Hamburg.

 

„Es ist wichtig, schon frühzeitig ein Bewusstsein für den richtigen Umgang mit Geld zu schaffen. Bei dieser Rallye geht es außerdem darum, grundlegende Kenntnisse über finanzielle und wirtschaftliche Zusammenhänge zu erlangen", sagt Sibylle Schwenk von der Schuldnerberatung der Diakonie Altholstein. „Häufig sind es mehrere Faktoren, die zu einer Verschuldung führen", so Schwenk. „Mit den Hilfsangeboten der Diakonie zeigen wir Lösungen für Menschen in Not. Für Menschen, die von großen Problemen bedrückt werden, sind wir damit eine Art Hoffnungsträger. Niemand muss mit seinen Problemen allein fertig werden."

Die Projektleiterinnen von kidsundkohle.de ergänzen: „Diese Praxiserfahrung macht den Gruppen riesigen Spaß. Gleichzeitig werden durch die Rallye Schwellenängste abgebaut und Verbindungen zwischen den Einrichtungen hergestellt und Finanzkompetenz vermittelt. Im nächsten Schuljahr werden wir die jetzt gemachten Erfahrungen der Schüler aufgreifen und im Unterricht vertiefen."

 

Hoffnungsträger - Kampagne der Diakonie Altholstein

 

Die Diakonie Altholstein hat eine Kampagne gegen Armut und soziale Ausgrenzung gestartet. Mit Berichten, Plakaten und Veranstaltungen will sie auf soziale Notlagen in der Region aufmerksam machen und Perspektiven zeigen, die Hoffnung machen.

Mehr zu der Kampagne erfahren Sie hier.