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Emotionen und Erinnerungen als Geschenk

(Neumünster) Den sterbenden Menschen und seine Wünsche in den Mittelpunkt rücken, den Austausch suchen und selbstbestimmt den Abschied gestalten – so lässt sich das Ziel vom Palliativnetz der Diakonie Altholstein und dem Verein Eierstockkrebs Deutschland mit dem erstmalig im Herbst stattfindenden Workshop „Wie geht sterben?“ beschreiben. Ein wichtiger Bestandteil dabei ist ein Abschiedsknigge und die selbst zu gestaltende Lebens-und Informationsbox. Letztere fand nun Anklang im Unterricht der angehenden Pflegeassistenten und –assistentinnen in der Elly-Heuss-Knapp-Schule und so wurde fleißig gebastelt und über das Thema gesprochen.

„Die Box ist ein schönes Transportmittel, um über Sterben und Tod ins Gespräch zu kommen, aber auch um sich damit auseinander zu setzen und das Thema selbstbestimmend in die Hand zu nehmen“, merkte Andrea Krull an. Beim Stichwort Selbstbestimmtheit setzt auch der dazugehörige Abschiedsknigge an: ein weiterer Baustein, um Betroffenen mit der Diagnose Krebs oder einer anderen lebensbegrenzenden Erkrankung, die Angst vor Schmerzen, Leid und dem Sterben zu nehmen. „In diesem Büchlein finden die Teilnehmer alles rund das Abschiednehmen; von A wie „Achtsamkeit“ über L wie „Letzte Wünsche“ bis hin zu V wie Versorgungsvollmachten“, erklärt Katharina Kuhlmann-Becker. „Mit Informationen Ängste und Sorgen abbauen und einen ehrlichen Austausch ermöglichen – der Knigge befähigt den Betroffenen wie auch den Angehörigen handlungsfähig zu sein, wenn der Fall eintritt, während die Box hilft Dinge zu verstehen, gemeinsam Abschied zu nehmen und trotzdem die Erinnerung zu wahren.“ Eine schöne und wichtige Kombination für den letzten Weg.

Daher gibt es neben Lebens-und Informationsbox sowie Abschiedsknigge, im Workshop „Wie geht sterben?“ am 5. Oktober 2019 im Neumünsteraner Mehrgenerationenhaus Volkshaus der Diakonie Altholstein, weitere Informationen von Palliativexperten rund um die Themen Sterben und Tod, sowie Versorgungsmöglichkeiten und -regelungen.

Foto unten: Katharina Kuhlmann-Becker, Fachbereichsleitung Palliativversorgung bei der Diakonie Altholstein, Brita Jung und Andrea Krull vom Verein Eierstockkrebs Deutschland sowie Katharina Wittkugel-Fierencielli, Lehrerin an der Elly-Heuss-Knapp-Schule in Neumünster (v.li.).

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