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Evangelisches Gütesiegel Familienorientierung

Das Evangelische Gütesiegel Familienorientierung ist eine gemeinsame Initiative der EKD und der Diakonie Deutschland, und es will kirchliche und diakonische ArbeitgeberInnen unterstützen, ihre familienorientierte Personalpolitik strategisch weiterzuentwickeln und sichtbar zu machen.

Die Familie in allen ihren vielfältigen Formen ist nach christlichem Verständnis ein Ort der gemeinsamen Fürsorge und des verbindlichen Einstehens füreinander. Sie ist gemeinschaft, die unter dem besonderen Schutz und Segen Gottes steht. Deshalb sind Fragen zur Verenbarkeit von Familie und Beruf in vielen diakonischen und kirchlichen Einrichtungen ein wichtiges Thema.

Dieses Selbstverständnis wird zu selten im Rahmen einer familienorientierten Personalpolitik strategisch angegangen und umgesetzt. Die tatsächlichen Rahmenbedingungen für Vereinbarkeitsfragen hängen daher häufig von einzelnen Vorgesetzten ab. Dadurch fehlt es zum einen an Transparenz und Planungssicherheit für die Beschäftigten. Zum anderen entfällt die Möglichkeit, Maßnahmen der Familienorientierung gezielt zur Fachkräftegewinnung einzusetzen.

Wir machen da mit! Denn es gibt gute Gründe dafür

  1. Der Arbeitsmarkt ist durch Digitalisierung, Demografischen Wandel und gesellschaftliche Veränderungen in Bewegung.
  2. Fachkräfte werden überall knapp und die Konkurrenz zwischen den Arbeitgeber*innen wächst.
  3. Familienorientierung spricht alle Mitarbeitenden an, die Verantwortung für andere übernehmen.
  4. Familie steht in allen ihren vielfältigen Formen als Ort des verbindlichen Einstehens füreinander unter dem besonderen Schutz und Segen Gottes.
  5. In der evangelischen Arbeitswelt werden schon viele familienorientierte Maßnahmen angeboten, von denen aber kaum jemand weiß.
  6. Familienorientierung unterstützt nicht nur die Mitarbeitenden, sondern auch das Unternehmen von sinkenden Fehlquoten und stärkerer Verbundenheit profitieren kann.
  7. Die Zertifizierung beruht auf einem den jeweiligen Rahmenbedingungen angepassten und prozessorientierten einfachen Verfahren.


Mitarbeitenden-Umfrage Familienorientierung Teil I
 

Der erste Schritt ist getan, vielmehr ist unsere erste von zwei Umfragen beendet. Ziel war es den aktuellen Stand in Sachen Familienorientierung bei unseren Mitarbeitenden herauszufinden, deren Hintergründe, aktuelle Nutzung der bestehenden Angebote bei der Diakonie Altholstein bzw. Wissensstand über mögliche Unterstützungen.
Mit der Anzahl von 255 Teilnehmenden bestätigte unser Experten-Partner stackOcean eine genügend große Anzahl, um Schlussfolgerungen über die generelle Belegschaft der Diakonie Altholstein zuzulassen. Allerdings gilt es zu beachten, dass sie nur eine Stichprobe darstellt und in Bezug auf einzelne Fragen eine Gewichtung entstehen kann, die nicht den Durchschnitt der Belegschaft wiederspiegelt.

Von 255 Teilnehmenden waren die Ergebnisse von 249 für den Report verwertbar. 212 der 249 Teilnehmenden haben alle Fragen beantwortet. Die Abschlussquote von 85% (Abbruchsquote von 15%) ist ein herausragend gutes Ergebnis. Und das alles trotz der zu dieser Zeit aufkommenden Corona-Krise und den entsprechenden Einschränkungen sowohl im beruflichen als auch privaten Bereich.

Kurzzusammenfassung der Fragebereiche

Persönliche Daten:
 

  • Die männlichen Teilnehmenden sind im Durschnitt 31-50, die weiblichen Teilnehmenden zwischen 31-50 und 51-60 und die diversen Teilnehmenden sind ausschließlich 31-50 Jahre alt.
  • Die Auswertung der Daten nach Geschlecht ist schwierig, da 88,88% der Teilnehmenden der Umfrage weiblich angegeben haben.
  • 137 gaben an Kinder zu haben, davon 31 unter 6 Jahren, 48 von 6 bis 11 Jahre, 41 sind 12 bis 16 Jahre und 66 über 16.
  • An der Pflege von Angehörigen sind 58 beteiligt.

Position / Funktion im Unternehmen:
 

Die meisten Teilnehmenden (jeweils 44) sind im Bereich der Verwaltung oder als Leitungskraft tätig. Es folgen u.a. Beratung (28), Ambulante Pflege (23), Service (20), Familie (15), Soziale Betreuung (14), Stationäre Pflege (12) und Quartiersarbeit (10).
Von diesen gaben 159 an in Teilzeit zu arbeiten, während 84 Vollzeit tätig sind.

Vereinbarkeit Familie und Beruf:
 

Bei Fragen bzgl. der Vereinbarkeit von Familie & Beruf weiß die Mehrheit einen Ansprechpartner im Unternehmen, auch mit der Vereinbarkeit des eigenen Familienlebens und der Berufstätigkeit sind die meisten zufrieden.

Familienorientierte Angebote
 

Bei den Angeboten fehlt gut der Hälfte eine Übersicht, viele wünschen sich daher eine Verbesserung. Die Mehrheit wünscht sich zudem mehr Familienorientierung im Unternehmen. Negative Konsequenzen für die Karriere, wenn familienorientierte Angebote wahrgenommen werden, fürchten aber die wenigsten der Teilnehmenden.

Kenntnis und Nutzung familienorientierter Angebote

Der Einführungstag für alle Mitarbeitenden ist den meisten bekannt und wird entsprechend als gut bewertet. Fortbildungen und Weiterbildungen sind bekannt, werden aber nicht von allen genutzt. Flexible Arbeitszeiten sind den meisten ein Begriff, von denjenigen nutzt dies auch etwa die Hälfte, ebenso sieht es bei der Teilzeitregelung aus. 

Die Beratung zum Elterngeld ist dagegen eher unbekannt und wird entsprechend wenig in Anspruch genommen, ganz ähnlich sieht es da bei der Beratung rund um „Pflege“ und der familienbedingten Auszeit aus.

Unsere Kindernotfallbetreuung „FamilienPlus“ ist dem Großteil bekannt (146 zu 60), diese nutzen das Angebot jedoch eher wenig. Unsere Firmenfeiern mit Kinderbetreuung (Tannenhof Schönmoor, Jahresgottesdienst, Adventsfeier) sind auch fast allen bekannt und positiv vermerkt. Das Vorrecht bei Urlaubsplanung in der Ferienzeit ist bekannt und beliebt zugleich.

Arbeitsbefreiung bei Geburt des Kindes, Eheschließung und Versterben einer engen Bezugsperson sind der Mehrheit bekannt (161 zu 43).

Gesetzlich vorgeschriebene familienorientierter Angebote
 

Außer den Kind-Krank-Tagen sind den Teilnehmenden die gesetzlich vorgeschriebenen Angebote eher unbekannt, dazu gehören: Pflegeunterstützungsgeld, eine bis zu 6-monatige Freistellung bei häuslicher Pflege von nahen Angehörigen, bis zu 3 Monate Pflegezeit für die Begleitung in der letzten Lebensphase und Familienpflegezeit mit bis zu 24 Monate Teilzeitanspruch.

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